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Kenia beschleunigt den Start von Atomkraft-Bauprojekten
Die kenianische Regierung hat kürzlich angekündigt, dass sie 200 Millionen kenianische Schilling (1 US-Dollar entspricht 80 kenianischen Schilling) als Startkapital für den Bau eines nationalen kenianischen Kernkraftwerks investieren wird, um die langfristige Energieknappheit im Inland zu lindern. Kenia wird zudem nach Südafrika das zweite afrikanische Land sein, das Kernenergie nutzt.
Patrick Niyoko, Staatssekretär des kenianischen Energieministeriums, sagte gegenüber den Medien, dass die Entscheidung der Regierung zum Bau von Kernkraftwerken hauptsächlich dazu dient, die Abhängigkeit von Wasserkraft zu verringern und eine Diversifizierung der Energieerzeugung zu erreichen.
Die derzeit installierte Gesamtstromerzeugungskapazität in Kenia beträgt 1,200 MW, wovon 56 % auf Wasserkraft und etwas Geothermie entfallen. Niyoko hofft, dass das Kernkraftwerk nach seiner Fertigstellung eine Erzeugungskapazität von mindestens 1,000 Megawatt haben wird.
Schätzungen zufolge erfordert der Bau eines solchen Kernkraftwerks eine Investition von 1 Milliarde US-Dollar.
Zuvor versuchte die kenianische Regierung, die Energieversorgungswege auszubauen. Es hat versucht, Strom aus den Nachbarländern zu beziehen, um seinen inländischen Strombedarf zu decken, der jährlich um 8 % wächst. Letzte Woche unterzeichneten die kenianische Regierung und die Afrikanische Entwicklungsbank einen Kreditvertrag über 3.997 Milliarden kenianische Schilling, um das nationale Stromnetz Kenias mit anderen Ländern Ostafrikas zu verbinden.
Kenias Abhängigkeit von Wasserkraft hat aufgrund fehlender Niederschläge zu einer äußerst instabilen und unzureichenden Stromversorgung geführt. Dies hat den Eintritt von ausländischem Kapital in den kenianischen Markt stark behindert und die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Fortschritt Kenias direkt beeinträchtigt.
Um den Start von Bauprojekten für Kernkraftwerke zu beschleunigen, hat die kenianische Regierung kürzlich ein Komitee für Kernkraftwerksprojekte eingerichtet, das für die Standortauswahl von Kernreaktoren und andere damit zusammenhängende Themen zuständig ist. Experten gehen davon aus, dass es etwa 5 bis 7 Jahre dauern wird, bis das Kernkraftwerk gebaut ist und Strom erzeugt.
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